Natur entdecken, erzählen und mit Kindern teilen

Ein kleiner Falter vor der Kamera

Nach vielen Regentagen zeigte sich der Pfingstmontag endlich wieder von seiner schönen Seite. Die Sonne kam heraus, die Blätter glänzten noch von den letzten Regentropfen und im Garten war plötzlich wieder viel Bewegung zu sehen.

Ich nahm meine Kamera und ging nach draußen. Ich fotografiere gerne die kleinen Dinge, die im Alltag oft übersehen werden. Manchmal ist es eine Blüte, manchmal ein Vogel und manchmal ein kleines Insekt, bei dem ich erst später herausfinde, was genau ich eigentlich entdeckt habe.

Zwischen den Bartnelken saß ein kleiner Falter auf einer Blüte. Er ließ sich von der Sonne wärmen. Ich machte ein paar Fotos und schaute später genauer nach: Es war ein Braunkolbiger Dickkopffalter.

Auf den ersten Blick ist dieser Schmetterling eher unscheinbar. Er ist nicht so auffällig wie ein großer bunter Schmetterling, aber gerade beim genaueren Hinsehen entdeckt man viele schöne Details. Seine braun-orange Färbung, die kleinen hellen Punkte auf den Flügeln und die besondere Haltung der Flügel machen ihn zu einem spannenden kleinen Naturbewohner.

Warum ich solche Begegnungen festhalte

Ich sammle solche Naturbeobachtungen schon seit vielen Jahren. Manche bleiben einfach schöne Erinnerungen, andere begleiten mich später bei meiner Arbeit als Autorin und Graphikerin.

Viele dieser Beobachtungen helfen mir auch bei meinen Kinderlesungen. Wenn ich über Tiere und Natur erzähle, entstehen oft die schönsten Gespräche nicht während der Geschichte, sondern danach.

Kinder erzählen dann von ihren eigenen Entdeckungen: von einem Käfer im Garten, einem Vogel vor dem Fenster oder einem Tier, das sie unterwegs gesehen haben.

Wenn Geschichten und echte Natur zusammenkommen

Ich finde es spannend, wenn Kinder merken, dass die Welt aus den Geschichten nicht nur ausgedacht ist. Viele Tiere, Pflanzen und kleine Beobachtungen gibt es wirklich – man muss nur lernen, genauer hinzusehen.

Aus einer Frage entsteht manchmal ein Gespräch. Aus einem Gespräch entsteht manchmal eine Idee.

Genau diese Verbindung zwischen echter Natur und Fantasie begleitet auch die Tigsto-Geschichten. Die Natur liefert keine fertigen Geschichten, aber sie schenkt viele kleine Anregungen, aus denen etwas Neues entstehen kann.

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Ein Schmetterling den Kinder entdecken können

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